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Die Coronakrise als Chance für die Implementierung neuer Arbeitsstrukturen - Call for statements


Coronakrise als Chance - BUJ

25.03.2020/Inga Vogt

Die Coronakrise gefährdet Menschen und die Wirtschaft. Die negativen Konsequenzen des Virus sind dramatisch und können nicht wegdiskutiert werden. Doch gibt es auch Bereiche in denen die Beschränkungen, die das Auftreten des Virus erzeugt, zu einem regelrechten Innovationsbuster werden. Dazu gehört neben dem Bildungssystem auch das Arbeitsumfeld.  


Als Teil der Arbeitswelt von morgen wird unter dem Oberbegriff Arbeit 4.0 auch Arbeitsorganisation in einer digitalen Welt diskutiert. Denn die Digitalisierung kann nicht nur Produktionsprozesse effektiver gestalten und somit Produktivität steigern, sondern auch dem Arbeitnehmer eine individuelle Flexibilität bieten und agile Arbeitsmethoden unterstützen. Konnten sich viele Betriebe bisher nicht von der reinen Präsenzkultur im Büro lossagen, fand man in Anbetracht der Ansteckungsgefahr in den Unternehmen in einer Geschwindigkeit Lösungsmöglichkeiten hinsichtlich der Gestaltung von Arbeitsmöglichkeiten, die einen erstaunen lässt. Das Ziel des Schutzes der Mitarbeiter in Verbindung mit dem existenziellen betriebswirtschaftlichen Druck hat sich über die Bedenken hinweggesetzt: neue Wege in der Arbeitsorganisation werden beschritten.


Die Krise als Chance für neue Arbeitsstrukturen


Derzeit wird oft die Frage gestellt, wann alles wieder beim Alten ist. Doch sieht man die Coronakrise nicht nur als den bedrohlichen Zustand, der er auf vielen Ebenen ist, sondern erkennt auch, dass die Krise in Teilen auch ein Innovationsschub ausgelöst hat, kann man dieses window of opportunity für sich und sein Unternehmen nutzen. Anstatt sich zum Ziel zu setzen, so schnell wie möglich in bekannten Pfaden zu treten, sollte man in Anbetracht der aktuellen Handhabung den Arbeitsplatz von morgen aus einer neuen Perspektive gestalten.

Die Erfahrungen, die wir nun machen, müssen hinterfragt werden. Was hat in der Krise gut geklappt? Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf? Ist die generelle räumliche Flexibilität der Beschäftigten in greifbarer Nähe oder wünschen Sie sich eine Rückkehr zur Sicherheit der Präsenzkultur? Welche strukturellen Maßnahmen wurden vom Unternehmen ergriffen, um das veränderte Arbeitsaufkommen zu bewältigen? Wo haben sich hier Defizite gezeigt?


Ein anderes großes Thema begreift den Juristen nicht nur als Arbeitnehmer: Gab es Initiativen, dass die Mitarbeiter sozial in Kontakt bleiben, zum Beispiel durch die Einrichtung von social Hangouts? Wurde sich über die psychische Gesundheit der Mitarbeiter Gedanken gemacht?


Gesellschaftliche Debatte über die digitale Arbeitsorganisation


Ziel der Reflektion der aktuellen Entwicklungen ist die gesellschaftliche Debatte über die digitale Arbeitsorganisation aus der theoretischen Bedenken-Perspektive zu holen und mit den praktischen Erfahrungen aus der Krise zu beleben. Meines Erachtens wird jedes Unternehmen davon profitieren, wenn es die Krise als Chance für neue Arbeitsstrukturen begreift.


Call for statements


In Vorbereitung eines arbeitsrechtlichen Schwerpunkthemas in der Zeitschrift für Unternehmensjuristen ZUJ des Bundesverbandes der Unternehmensjuristen freue ich mich, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen.



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